SPD DAHME-SPREEWALD
Zu Hause im LDS.

Sylvia Lehmann, MdL: Schulen in Dahme-Spreewald setzen auf gemeinsames Lernen

Lübben. Zahlreiche Schulen der Region bieten vom neuen Schuljahr an gemeinsamen Unterricht für Kinder und Jugendliche mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf. Sie setzen das Konzept „Gemeinsames Lernen“ um und schaffen so die Grundlage für mehr Miteinander unterschiedlich begabter Schülerinnen und Schüler. „Kinder und Jugendliche, die besondere Unterstützung brauchen, können so leichter einen anerkannten Schulabschluss erreichen und ihre Chancen im späteren Berufsleben verbessern“, erklärte die SPD-Landtagsabgeordnete Sylvia Lehmann. Das haben sich viele Eltern gewünscht. „Überdies nützt das gemeinsame Lernen allen Schülerinnen und Schülern, weil die Schulen zusätzliche Lehrkräfte erhalten. Die soziale Entwicklung bei allen Kindern und Jugendlichen wird durch Vielfalt gefördert.“

In Dahme-Spreewald setzen die Grundschulen in Schulzendorf, Töpchin, Teupitz am See und Heidesee sowie die Grund- und Oberschule Schenkenland in Groß Köris und die Ludwig-Leichhardt Oberschule in Goyatz das Konzept um.

Für alle beteiligten Schulen stellt die Landesregierung 23 Millionen Euro zur Verfügung. Insgesamt werden in Brandenburg allein in den ersten beiden Jahren 432 zusätzliche Lehrkräfte das Konzept „Gemeinsames Lernen in der Schule“ unterstützen. Die Schulen können auch Sonderpädagogen einstellen, um die besten Voraussetzungen für das gemeinsame Lernen zu schaffen. „Unterrichteten bisher nur Grundschulen nach dem Inklusionskonzept, so steht nun auch Oberschulen und Gesamtschulen dieser Weg offen“, sagte Sylvia Lehmann. „Je früher das gemeinsame Lernen beginnt, desto besser können sich alle darauf einstellen und die Vorteile gegenüber dem getrennten Unterricht nutzen.“

Bei rund 16.000 Schülerinnen und Schüler in Brandenburg ist ein sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt worden – bei den meisten in den Bereichen Lernen, emotionale und soziale Entwicklung oder Sprache. Voraussetzung für die Auswahl der Schulen zum gemeinsamen Lernen ist unter anderem die freiwillige Teilnahme der Schulen,  ein schuleigenes Konzept und die Zustimmung des jeweiligen Trägers.